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„Die Agrarpolitik der DDR“
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Paul Gerstung schrieb in seiner Dorfchronik von Gehaus als einem sozialistischen Dorf, doch waren wir wirklich ein „sozialistisches Dorf“? Ich denke, das waren wir so wenig, wie wir als Menschen jemals einem Grafen ganz und gar gehörten, nur fromm betende Christen oder jemals gewissenlose Faschisten waren.
Sozialistisch waren wir Gehauser nur in dem Sinne, dass uns im Gefolge des von den Faschisten angezettelten Krieges eine sowjetische Besatzung in Absprache mit den westlichen Siegermächten diktiert wurde, die uns dann am 7. Oktober 1949 den sozialistischen sein wollenden Staat DDR verordnete,
Das geschah, ohne dass wir als zufällige Bewohner der SBZ je gefragt wurden, wir mussten damit leben lernen.
Wir waren verkauft worden, die drei westdeutschen Besatzungszonen erhielten Hilfe aus dem Marshallplan, SBZ und danach die DDR wurden von den Sowjets als Selbstbedienungsladen betrachtet. Die wichtigsten Industrieanlagen wurden demontiert und in die Sowjetunion geschafft, viele Wissenschaftler mussten dem technischen Fortschritt in der Sowjetunion dienen. Ostdeutschland war nützlich für das imperialistische Machtstreben der Sowjetunion, gleichberechtigter Partner war sie nie. Als Gorbatschow die Perestroika verkündete, waren die DDR finanziell fast pleite, Klotz am Bein der großen SU geworden. In den Verhandlungen über die Einheit Deutschlands von 1990 spielten wir noch einmal eine bescheidene Rolle als politisches Faustpfand zum maximal erzielbaren Gewinn für den zerfallenden Koloss auf tönernen Füßen, Sowjetunion genannt - mehr nicht.
Unsere wirtschaftlichen Erfolge waren ungleich härter erarbeitet als die der BRD. Für diese waren wir der ausgeplünderte Bruder, der das durch den Marshallplan angekurbelte Wirtschaftswunder nur gefährden konnte. Eine Chronik der (bewusst?) hintertriebenen Vereinigung aller vier Besatzungszonen kann man der Dorfchronik entnehmen
Was wir in Gehaus unter diesen Bedingungen geschaffen haben, darüber berichte ich in der Datei „Gehaus/Rhön nach dem 2. Weltkrieg“ (Portable Document Format - PDF, also in jedem beliebigem Betriebssystem lesbar) die in der rechten Spalte downloadbar ist oder auch online im Browser gelesen werden kann.
In welchem Maße wir uns mit einer dogmatischen Ideologie zu arrangieren hatten, wollten wir nicht alles aufgeben, was wir besaßen kann der Interessierte in der Datei „Die Agrarpolitik der DDR“ (ebenfalls als PDF-Datei in der rechten Spalte verfügbar) nachlesen. Der an Hintergründen Interessierte findet auf der Seite „Die Dorfschule“ Tatsachen zur sozialistischen Erziehung in der DDR und auf der Seite „Die Dorfkirche“ Wissenswertes zur Kirchenpolitik der DDR.